Dialogische Traumtherapie in Theorie und Praxis

Fachbuch von Robert Riedl

Der Traum weckt in uns Bilder des eigenen Erlebens. Dialogische Traumtherapie nützt unsere traumhaften Metaphern des Lebens. Der Dialog fokussiert das Augenblickliche im interaktiven Austausch zwischen Klient und Therapeut: das, was das Geträumte beobachtbar macht, ist Ausgangspunkt für das, was als nächstes beobachtet wird. Für den Psychotherapeuten existieren keine guten oder schlechten Traumbilder. Träume können jedoch eine Metaphorik entfachen, die anreicherungsfähiger erscheint — etwa für Sinnbilder des irdischen Daseins. Der bildliche Rahmen eines Traumes kann mehr oder weniger bedeutungsvolle Dimensionen für den Klienten eröffnen: Problem-, Konflikt-, Lösungs- und Orientierungsmetaphern seines Lebens.

Das Buch versteht sich als Anleitung zum transdisziplinären Traumdialog in der Psychotherapie. Die Grundidee ist, Traumarbeit als rituelle Handlung zu begreifen. Klienten müssen vom Sinn traumsymbolischer Metaphern nicht überzeugt werden. Intuitiv werden in der Kommunikation über Träume therapeutische Riten aktiviert. Jeder Traum kann — wie eine rituelle Praktik — Erfahrungen des Lebendigseins ermöglichen und Ausdrucksformen der Vitalität entfalten. Beides lässt das eigene Leben praller, voller, vitaler erscheinen. Es initiiert Veränderung, arrangiert Übergänge und reguliert Wandlungen!

 
 
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